Porto oder Douro-Tal: Wo sollten Sie übernachten?
Für die meisten Reisen ist Porto die bessere Wahl. Das Douro-Tal passt zu längeren Aufenthalten. Wer eine Woche bleibt, kombiniert am besten beides, in der richtigen Reihenfolge.
Buchungstipp: Wenn Sie in Pinhão übernachten, buchen Sie eine Weinbergsbesichtigung, die dort beginnt. Bleiben Sie in Porto, wählen Sie stattdessen eine ganztägige Douro-Tour mit Rückfahrt, keine der Optionen beinhaltet eine Unterkunft. Quinta da Foz in Pinhão entdecken

Bleiben Sie in Porto, es sei denn, Sie haben mehr als vier Nächte. Die Stadt bietet Flugverbindungen, Restaurants, die Portweinkeller in Vila Nova de Gaia sind zu Fuß über die Dom-Luís-I-Brücke erreichbar, und Tagesausflüge ins Douro-Tal sind unkompliziert. Ein Aufenthalt im Douro-Tal ist ruhiger und näher an den Quintas, ein echter Vorteil. Doch abends gibt es weniger Möglichkeiten, und am Ende der Reise steht eine lange Rückfahrt zum Flughafen.
Bei drei oder vier Nächten ist Porto ideal: Flughafen, Restaurants und die Gaia-Keller liegen direkt vor Ort, und ganztägige Douro-Touren dauern neun bis zehn Stunden. Ab fünf Nächten lohnt sich das Douro-Tal, oder Sie teilen die Reise auf: die Nächte im Tal in der Mitte, Porto am Anfang und Ende, damit die Fahrt zum Flughafen kurz bleibt.
Persönliche Einführung vor Ort: Quinta da Foz in Pinhão entdecken
Was bietet Porto als Standort?
Alles Praktische. Der Flughafen Francisco Sá Carneiro ist mit der Metro schnell vom Zentrum aus erreichbar, Ankunfts- und Abreisetag kosten kaum Zeit. Die Unterkünfte reichen von Hostels bis zu Hotels am Fluss und sind meist günstiger als ein Quinta-Hotel mit vergleichbarem Komfort. Beim Abendessen haben Sie echte Auswahl, statt nur das Hotelangebot.

Für eine Weinreise sind die Portweinkeller der entscheidende Punkt. Vila Nova de Gaia liegt direkt am anderen Flussufer, zu Fuß über die Brücke erreichbar. Hier lagert und wird der Portwein abgefüllt. Ein Nachmittag mit drei Kellerbesichtigungen und Verkostungen kostet etwa 60 $, danach spazieren Sie zurück in die Ribeira zum Abendessen. Eine Sechs-Stunden-Tour mit Flussfahrt und Portweinprobe gibt es ab 71 $, eine gute Option für den ersten vollen Tag.
Auch Tagesausflüge sind von hier aus einfach. Das Douro-Tal liegt etwa zwei Stunden entfernt, die Ganztagestouren holen Sie in der Stadt ab und bringen Sie abends zurück. Sie opfern einen Tag, nicht den Hotelwechsel.
Auch preislich spricht vieles für Porto. Ein Zimmer bietet hier mehr Komfort pro Euro als ein Quinta-Hotel mit ähnlichem Standard, und Sie zahlen nicht für eine Aussicht, die Sie nur beim Frühstück und nach Einbruch der Dunkelheit genießen. Die Stadt ist so kompakt, dass Sie die meisten Ziele zu Fuß erreichen, abgesehen von einem gelegentlichen Metro-Ticket entstehen kaum Transportkosten.
Was bringt ein Aufenthalt im Douro-Tal?
Die Morgen. Das ist der eigentliche Vorteil. Wer im Tal aufwacht, steht um 10 Uhr bereits in einer Quinta, ohne vorher zwei Stunden Fahrt hinter sich zu bringen. Die Verkostung kann in Ruhe stattfinden, statt auf die Rückfahrt zu warten. Quinta-Hotels mit Terrassen über dem Fluss bieten ein ganz anderes Reisegefühl, und das Licht dort bei Sonnenauf- und -untergang bleibt in Erinnerung.

Doch der Preis ist real. Rund um Pinhão und Peso da Régua ist die Restaurantauswahl begrenzt, außerhalb der Hauptsaison schließen viele Lokale ganz, das Abendessen findet dann oft im Hotel statt. Öffentliche Verkehrsmittel zwischen den Quintas sind kaum vorhanden, also braucht es ein Auto mit Fahrer oder vorab gebuchte Transfers. Die besseren Quinta-Hotels sind teuer für das, was das Zimmer bietet, denn man zahlt für die Aussicht und die Lage. Und am letzten Morgen geht es wieder dieselbe Strecke zurück zum Flughafen.
Auch die Buchungen laufen anders. Die guten Quinta-Hotels haben oft nur ein Dutzend Zimmer und sind für September und Oktober Monate im Voraus ausgebucht. Tischreservierungen im Hotelrestaurant lohnen sich schon bei der Zimmerbuchung, denn Halbpension ist oft die praktikablere Lösung als eine Alternative zu suchen.
Das ist kein Grund, das Tal zu meiden. Es ist ein Grund, es gezielt zu nutzen, für zwei Nächte statt fünf und nicht an den Tagen direkt vor oder nach dem Flug.
Wie schneiden die beiden Standorte im Vergleich ab?
| Porto | Douro-Tal | |
|---|---|---|
| Flughafenzugang | Kurze Metro- oder Taxifahrt | Etwa zwei Stunden mit dem Auto |
| Portweinkeller | Zu Fuß in Gaia erreichbar, Dutzende zur Auswahl | Keine: Die Keller liegen in Gaia, hier sind die Weinberge |
| Zugang zu den Weinbergen | Tagesausflüge von neun bis zehn Stunden | Quintas in 20 bis 40 Minuten erreichbar |
| Abendessen | Große Auswahl in jeder Preisklasse | Hotelrestaurants und einige Dorfgasthäuser |
| Fortbewegung | Zu Fuß, Metro, Taxis | Auto oder vorgebuchte Transfers |
| Besonders geeignet für | Drei oder vier Nächte, erster Besuch | Langsame Reisen, Wiederholungsbesuche, fünf Nächte oder mehr |

Wie teilt man die Zeit bei den meisten Weinreisen auf?
Fünf bis sieben Nächte: drei oder vier in Porto, dann ein bis zwei im Tal, bevor es für die letzte Nacht zurück in die Stadt geht. So liegt das Tal in der Mitte, man braucht nur einen Transfer pro Richtung statt zwei lange Tagesausflüge, und die Abreise aus der Stadt bleibt unkompliziert.

Drei oder vier Nächte: Bleiben Sie ganz in Porto und unternehmen Sie einen Ganztagesausflug flussaufwärts. Eine neunstündige Tour mit Verkostungen und entspannter Bootsfahrt kostet etwa 200 $ und deckt die wichtigsten Punkte ab, ganz ohne Hotelwechsel.
Zwei Nächte: Bleiben Sie in Porto und erkunden Sie die Stadt in Ruhe. Die Kellereien in Gaia, die Ribeira, eine Flussfahrt und ein gutes Abendessen sind mehr wert als ein hastiger Ausflug ins Landesinnere. Das Tal wartet auch beim nächsten Besuch, und es lohnt sich, ihm eine eigene Reise zu widmen.
Wenn Sie im Tal übernachten, ist Pinhão der praktischste Ausgangspunkt für Quinta-Besuche und liegt direkt am Fluss. Peso da Régua ist größer, besser an die Bahn angebunden und bietet etwas mehr Abendessen-Optionen. Beide Orte eignen sich. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Quinta-Termine vorab buchen, denn unangemeldet bei einem Weingut vorbeizuschauen, führt selten zu einer Verkostung.
Ein Blick auf die übrigen Portwein-Touren in Porto lohnt sich ebenfalls.